Provokative Therapie von Frank Farrelly

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„Die neunschwänzige Katze“

Entstehungsgeschichte

1. Geburtsstunde im Juli 1963:
– in der 91. Sitzung eines chronisch Schizophrenen betont Farrelly zum 91. Mal, wie wertvoll
und wichtig der Klient wäre.
– Es war das 91. Mal wieder ohne Ergebnis. Was nun?
– Farrelly wollte sich nicht mehr auf die Zunge beißen und sagte: „O.k., Bill, vergessen wir es.
Sie werden sich niemals ändern. Sie haben Recht. Sie sind einfach ein hoffnungsloser Fall.“

wichtigsten Merkmale des provokativen Stils:

a) Herausforderung zur Spontanität beim Klienten:
– Verzerrungen schnell, direkt und ungeschminkt aussprechen!
b) liebevolle Provokation bis zum Selbstärgern des Klienten

 

Therapierichtungen, welche Reaktanz für Veränderungsarbeit nutzen:

Hypnotherapie nach Milton H. Erickson (1901-1980)

– Vorannahme: „Sie müssen nicht gleich in Trance gehen.“
– Negative Befehle: „Ich muss nicht gleich einschlafen.“

Logotherapie nach Viktor E. Frankl: (1905-1997)

– Reaktanz als Grundlage der „paradoxen Intention“
– Bsp.: störendes Verhalten, Ängste auflösen indem sie verstärkt werden durch
Umdeutung in (paradoxe) vorsätzliche Absicht

„Ich kann nicht einschlafen.“ umdeuten in
„Ich muss unbedingt wach bleiben.“ (Modaloperator)

Provokative Therapie nach Frank Farrelly (1931-2013)

 

Frank Farrelly (1931-2013):
„Ich war darauf aus, gerade bei den hoffnungslosen Fällen einen Durchbruch zu erzielen.“

– Schizophrene
– Drogenabhängige
– Suizidale
– schwer Depressive
– Vergewaltiger
– Mörder


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