Dynamik der Wechselwirkung

Wie Innen so Außen

Abschlussarbeit von Christiane Diehl, als PDF lesen


ICH BIN

Und ich entscheide wer ich bin. 

 

Meine Veranschaulichung zu der wechselseitigen Wirkung von dem System innen mit dem System außen.

Die Lösung liegt nicht im Außen und schon gar nicht im Problem.

Die Lösung liegt zu jeder Zeit in mir und nur ich entscheide und kann das entscheiden, ob ich sie sehe, wann
ich sie sehe, wie und in welcher Form ich sie annehme.

Wenn mir bewusst wird, ich bin die Summe dessen was in mir ist, erschaffe ich mir die Möglichkeit des
Perspektivenwechsel.

Ich bin in der Lage mein Leben in die Hand zu nehmen, anzunehmen und mir bewusst zu machen, dass meine
Realität auch immer in der Betrachtung meiner dazugehörigen Emotionen liegt, meiner Glaubensätze, Werte
und Bedürfnissen.

Die Reise zu mir ermöglicht mir Bewusstwerdung dessen, was mich ausmacht. Je besser ich mich kenne, desto
mehr Verständnis entwickle ich für meine Handlungen. Je achtsamer ich mit mir bin, desto achtsamer kann ich
im äußeren Kontext agieren.

 

Die Ausbildung zum systemischen Coach, hat mir eine umfangreiche und theoretische Brandbreite an Methodischen
Umsetzungen, Fragetechniken, praktischen Übungen und Democoachings aufgezeigt, in denen ich unterschiedlich
viele Erkenntnisse und AHA Momente erleben durfte.

DANKE an diese Stelle

Was mich nachhaltig mit am meisten beeindruckt, war der systemische Grundgedanke, wie ich ihn für mich ver-
innerlicht habe eine wertschätzende Grundhaltung mit der Orientierung an Ressourcen und Lösungen.

Das systemische Coaching bietet aus meiner Sicht augenscheinlich einfache Fragetechniken und Methoden die
eine große Wirkung auf die Bewusstwerdung, dem eigenen Verhalten sowie die Wirkung und Komplexität im
Miteinander haben. Die Handlungsfähigkeiten bewusst machen und Menschen aufzeigt, die Lösung liegt in dir!

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Einleitung

Meine Facharbeit bezieht sich nicht auf die Auseinandersetzung theoretischer Hintergründe einzelner Methoden
im systemischen Coaching, sondern auf meine Interpretation der Dynamik

Wie Innen so Außen

Die Wechselwirkung von dem System in mir mit dem System außerhalb von mir in Bezug auf das systemische
Coaching anlehnend an zwei von mir durchgeführten praxisbezogen Beispielen.

Beide Coachings haben im privaten Kontext und aufgrund der Tatsache, dass ich mich noch in der Ausbildung
befinde, unentgeltlich stattgefunden.

Meine Coachees sind damit einverstanden namentlich erwähnt zu werden und stellen mir ihre gefertigte Skizze,
Kunstwerk zur Verfügung in dem Wissen, das diese Arbeit an Dritte weitergeleitet wird und gegebenenfalls der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Dieses Coaching fand in Anlehnung an das Modul Hypnosystemisches Coaching mit Holger statt.

Über die Bewusstwerdung welche Emotionen in meinem heutigen Verhalten sind möglicherweise geknüpft an
Erfahrungen mit begleitet Emotionen aus meiner Vergangenheit. Während des Prozesses zeigte sich das mit
einbeziehen der Methode „das innere Team “ Schulz von Thun, als hilfreich.

Durch das Hinschauen, Hineinfühlen, innere Dialoge und das Visualisieren der Anteile, konnten wir einen Bezug
auf das heutige Erleben schaffen, welches Luca einen Perspektivwechsel ermöglichte.

Indem er seine Einflussmöglichkeit erkannte eigenes Erleben wunschgemäß in seinen Sinnen erfolgreicher zu
gestalten. Er erkannte seine Selbstwirksamkeit, die ihm ermöglichte, seinen Fokus vom Problemerleben in die
Lösung zu leiten.

Ich orientierte mich an der Annahme das jedes Erlebnis aus der Vergangenheit welches von einer starken
Emotion begleitet ist zu jeder Zeit durch innere oder äußere reizte reaktiviert werden kann.

 

In meinem Coaching mit Victor und Alina zeigte sich das Werte- und Entwicklungsquadrat (Schulz von Thun)
als Hilfreiche Methode.

Über die Bewusstwerdung des Eignen Bedürfnis und den dahinterliegenden Werten kamen beide in einen Prozess,
der ihnen nicht nur ermöglichte mit ihren eigenen Werten in Harmonie zu sein, sondern auch einen harmonischen
wertschätzenden Umgang mit dem jeweiligen Wert ihres Gegenübers zu kommen.

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Beide Coaching basierten auf der Methode des aktiven Zuhörens unter Einbezug der Techniken des Pacing.

Das aktive Zuhören schafft durch das spiegeln des Gegenübers, spiegeln der Sachebene, der dahinterstehenden
Emotion, des anpassen von Beispielsweise Sprachgebrauchs sowie der Tonlage (Pasing), eine offene wertschätzende
Atmosphäre, die dem Coachee das Gefühl gibt, gesehen, gehört und in seinem Anliegen verstanden zu sein, was eine
vertrauensvolle Basis des gemeinsamen Miteinanders ermöglicht.

Dem Coach verhilft das aktive Zuhören ebenso zu einer Sicherheit sein Gegenüber mit seinem Anliegen verstanden
zu haben.

Gerade in Bezug auf die Emotion empfinde ist das Feedback des Cochee hilfreich, um auszuschließen, wenn auch
unbewusst, in eigen Emotionen abzugleiten.

Somit erschafft der Coach die Möglichkeit den Fokus bei seinem Coachee zu halten. Er regt den Coachee an in
Selbstreflexion mit seinem Thema und der dahinterstehenden Emotion zu kommen. Darüber hinaus schafft
die Technik des aktiven zuhören die Gewissheit, verstehen wir das im Gesagten das Gleiche.

Der Beginn des Coachings ist auch immer der Beginn für den Coach zu reflektieren, Wer sitz mir gegenüber, was
ist Sein Thema, welche Möglichkeiten ihm oder ihr, Wege der Lösung aufzuzeigen habe ich, sehe ich.

An dieser Stelle möchte ich deutlich machen wie wichtig eine Vernetzung mit Kollegen und oder themenbezogen
fachlichen kompetenten Bereichen ist, um Themen die für mich eine eher belastende Situation darstellen oder
meine Kompetenzen überschreiten, an geeignete Stelle weiter zu leiten. Sowie mit Hilfe von beispielsweise Super-
vision mich zu überprüfen … bin ich auf dem richtigen Weg … bzw. während des Prozesses, bin ich noch auf dem
richtigen Weg ….

Eine Wertschätzende, Achtsame Haltung basiert immer auf der Verantwortung gegenüber einer Dynamik in Bezug
auf dessen Thematik.

Wechselwirkung mit dem inneren System auf das äußere System anhand
von äußeren Strukturen

„Die leitende Kraft “

Umleiten des Aufmerksamkeitsfokus des „Problems“ in die Fokussierung der Aufmerksamkeit in die

Lösung

Cochee Luca 29, zu Zeit in Ausbildung zum Mediationslehrer, wohnhaft in Köln.

Der Erstkontakt hat über Telefon stattgefunden, indem Luca mir von seiner Unzufriedenheit in Bezug auf seine
Ausübung als Mediationslehrer schilderte und mich um ein Coaching bat, von dem er sich eine Unterstützung
erhoffte um aus dem wie er es nannte, Gedankenkarussell „Traumberuf“ und die damit verbundene Sicherheit
zu kommen.

Die Methode des aktiven Zuhörens, so wie Inhalte des Pacing, schafften eine wertschätzende, vertrauensvolle
Basis des gemeinsamen Coachings. Bei der Auftragsklärung geschildertes Ziel: Er wünscht sich wieder „klarer“
zu werden, im Hinblick auf seine berufliche Positionierung.

Bereits bei der Auftragsklärung fand ich es hilfreich die Energie seine Aufmerksamkeit von der problematisch
empfundenen Situation, in einen lösungsorientierten Fokus zu lenken, der ihm aufzeigt innerhalb dieser Situation
Selbstwirksam zu werden.

Luca beschreibt, dass er immer wieder in eine Spirale wiederkehrender Gedanken gerät, auch bedingt durch
die momentane politische Lage. Er beschreibt, immer unsicherer zu werden in Bezug auf seinen Berufswunsch
„Mediationslehrer“.

Es entstand ein Gespräch über seine Wünsche, seine Bedürfnisse in Bezug auf seine berufliche Tätigkeit.
Währenddessen war sein Fokus immer wieder im Außen (im Problem), während er seine Situation schilderte
wirkte er wie in einer Problemtrance.

Mit Hilfe von lösungsorientierten Fragen wollte ich ihm eine Innenschau ermöglichen, um zu prüfen, welche
Emotion steht möglicherweise in Verbindung zu der Verunsicherung durch die im Außen wahrgenommene
Situation. Hier wollte ich ihm zum einen eine Entastung in Bezug auf:

ich bin verunsichert“, hin zu „ein Teil von mir fühlt sich verunsichert“ bringen und der Bewusstwerdung wer
oder was definiert diesen Teil.

„wer in dir spricht da, mit dir?“

„wie alt erlebst du dich da?“

Im weiteren Verlauf zeigten sich zwei Seiten, die sich aktuell in einem inneren Konflikt befinden. Die eine Seite
beschreibt Luca wie eine Bremse, die er den inneren Kritiker nannte. Er stellte sie über die Visualisierung, als
eine große starke Hand dar, die ihn wie er es beschrieb klein hält.

„wenn ich die Hand spüre, fühle ich mich klein“

Durch das Bewusstwerden der Emotion „ich fühle mich klein“ entstand in ihm nicht nur ein Verständnis dafür,
wo sie ihren Uhrsprung hat, sondern er zog für sich die Verbindung ins Hier und Jetzt.

„es fühlt sich genauso an“

Die andere Seite nannte er den Lebendigen. Diesen veranschaulichte er über die Visualisierung als Flamme.
Es entstand ein Gefühl der Trauer, weil die Flamme sich so wunderschön anfühlte, zurzeit aber nicht so
leuchten kann.

„In der Flamme ist so viel Kreativität die Leben will“

Während er in Kontakt mit beiden Seiten, ihren Emotionen, ihren Aufgaben und Bedürfnissen ging, beschrieb
er sein entstandenes Bild als eine Flamme die von der Hand runtergedrückt wir. In der Auseinandersetzung
der Beiden stellte ich Lösung und Ressourcenorientierte Fragen wie:

„Was braucht die jeweilige Seite?“

„Was ist der jeweilige positive Aspekt?“

„gab oder gibt es Situationen, in denen sie hilfreich ist, sind?“

„gibt es Situationen, in denen es anders ist?“

Das hatte zu Folge, dass Luca über die Bewusstwerdung seiner Seiten einen Perspektivwechsel einnehmen konnte.

Er bekam ein Verständnis, welche Emotion in mir reagiert mit welcher Situation die ich im Außen erlebe. Wie alt,
wie handlungsfähig fühle ich mich dann. Dieses Verständnis half ihm die Aufmerksamkeit umzulenken ins Hier
und jetzt.

Im Laufe des Coachingprozesses konnte Luca seine Seiten wertschätzend annehmen und Ihnen liebevoller begegnen,
indem er beispielsweise den positiven Aspekt erkannte, der vorher eher negativ assoziierten Hand.

„die Hand ist schon gut, da sie auf mich achtet …sie hilft mir dabei mich zu strukturieren “

„die Flamme freut sich, dass ich sie wiedersehe, … sie ist beruhigt das jemand da ist der sie hält … ohne sie zu
erdrücken, sie sprudelt über vor Ideen braucht die Hand aber um effizient zu sein.“

Das Abschlussbild, dass Luca visualisierte war eine Hand, die die Flamme hält.

Dieses Bild hatte verankerte Luca indem er sich vornahm davon ein Bild zu gestalten welches er sich in die
Wohnung hängt.

Luca schickte mir zwei Tage nach unserem Coaching ein Bild von seiner getragenen Flamme, welches ich an
dieser Stelle präsentieren darf.


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