Die 4 verschiedenen Persönlichkeitstypen nach DISG

und wie kann ich mit ihnen kommunizieren?

Abschlussarbeit von Sandra Röder, als PDF lesen


DISG bedeutet DOMINAT-Initiativ-GEWISSENHAFT-Stetig

Manchmal hat man das Gefühl, dass man mit manchen Menschen die Kommunikation nicht richtig funktioniert.
Und bei anderen freut man sich, dass man auf Anhieb gut auskommt und das Gespräch richtig gut läuft. Warum
genau das so ist? Der Grund ist, dass es verschiedene Persönlichkeitstypen gibt. Es ist wichtig , dass Du auf Deinen
Gesprächspartner und seine Bedürfnisse eingehst und schaust, wie er so ist und was ihm wichtig ist in Gesprächen.
Wenn Du sie erkennen kannst, kannst Du Deine Kommunikation darauf abstimmen und kommst besser mit Deinem
Gesprächspartner in Kontakt. Dadurch können Deine Gespräche effektiver werden und Du hast weniger Konflikt-
situationen. Es gibt Menschen die gern alles im Detail wissen möchten. Sie brauchen aber ein wenig Zeit, um sich
zu entscheiden und prüfen vorher lieber einige Statistiken und recherchieren gern. Diese kann man schnell über-
fordert, wenn man eine schnelle Entscheidung von ihnen möchte, ohne dass sie ausreichend informiert sind.
Dann gibt es Menschen, die langweilen sich schnell, wenn sie zu viele Details hören. Dabei könnte es bei einem
Zusammentreffen dieser beiden Typen sich Spannungen entwickeln. In solchen Fällen könnte das DISG-Modell
sehr hilfreich sein. Der DISG-Persönlichkeitstest wird am häufigsten in Unternehmen und Coachings eingesetzt.

Persönlichkeitstypen nach dem DISG-Modell
Das Modell entwickelt sich, als der Psychologen William Moulton Marston heraus fand, dass Menschen zwei
verschiedene Perspektiven haben:
Weiterentwickelt wurde das Modell von dem Psychologen John G. Geier Er unterschied vier Grundverhaltens-
tendenzen : Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit.

 

Die einzelnen Persönlichkeitstypen im Überblick

Der Dominante

D. möchte sich eher distanzieren was das Zwischenmenschliche angeht. Er schützt sich vor zu viel Nähe und erwartet
eher Sachlichkeit von seinem Gegenüber. Die Kontrolle über die Situation ist ihm wichtig. Das Umfeld empfindet er als
anstrengend, dementsprechend verhält er sich bestimmt, verschlossen. D nimmt sich als stärker wahr als sein Umfeld.
Sein Fokus liegt hier auf der Sache, nicht auf dem Menschen mit seinen Gefühlen und persönlichen Geschichten.
D. ist sehr direkt und klar und spricht dabei laut. Er hat eine ganz klare Ergebnisorientierung und kommt so schnell
zur Sache. Beim Zuhören unterbricht er oft. Er diskutiert hartnäckig mit dem Ziel zu gewinnen. Abläufe  und Verfahrens-
weisen werden in Frage gestellt.
Gestik wird sehr deutlich verwendet und die Mimik wirkt eher verschlossen und nicht emotional. Spontanität  ist
normal für D. Herausforderungen beleben seinen Alltag. Sie zeigen von sich aus Initiative, haben Freude an
Wettbewerb und Herausforderungen und treffen schnelle Entscheidungen. Im Allgemeinen sind sie direkt, konkret
und geradeheraus – manchmal auch grob. Sie stehen gern im Mittelpunkt und lieben es, ihr Umfeld zu kontrollieren.

Sollest Du also auf jemanden triffen, der recht schnell auf den Punkt kommt, das Ziel fest im Auge hat
und auch etwas sagt wie: „Jetzt lassen sie uns endlich
anfangen, wir haben doch keine Zeit!“ kann es
sein, dass Du hier einen
dominanten Menschen vor Dir hast.

Sein Verhalten:

In der Kommunikation mag er es eher kurz und knapp. „Was?“ ist das, was ihn als Überblicksorientierter
interessiert. Es geht also um Zahlen, Daten, Fakten und nicht um Privates. Hilflosigkeit anderer demotiviert
ihn. Er möchte direkt Ergebnisse erzielen und schnelle Entscheidungen treffen. Er ist immer auf der Suche
nach Herausforderungen. Viele Führungskräfte spiegeln sich in diesem Profil. Dominanter Stil wieder

Eigenschaften: entschlossen, willensstark, herausfordernd, konkurrierend, ergebnisorientiert, stur, bestimmend,
durchsetzungsfähig, direkt, offen, mutig, aggressiv, hartnäckig, ruhelos, anspruchsvoll, Lösungsorientiert,
Wettbewerbsdenken, starkes Selbstbewusstsein, Entscheidungsfreudig.

Sein Wunschumfeld:

– Macht und Status
– großes Bestätigungsfeld- braucht freien Entscheidungsraum
– Gute Aufstiegschancen

Wo kann er sich noch entwickeln?

– besser zuhören und auch Fragen stellen
– Geduld und Rücksicht
– Meinungen akzeptieren
– Teamarbeit, Hilfsbereitschaft und Toleranz
– Kontrolle abgeben
– Fehler zulassen
– Entscheidungsgrundlagen erklären

Wie kann man mit D am besten kommunizieren?

– sachlich, kurz und knapp
– mit in Entscheidungen einbeziehen
– Kompromisse finden
– Details erwähnen nur wenn nötig
– Führung des Gesprächs, nicht bestimmen lassen


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