NLP Tipps für Führungskräfte

10 Tipps

Zufriedene Mitarbeiter sind das A und O in einem Unternehmen. Wenn es Ihnen als Führungs-
kraft gelingt, ihre Mitarbeiter effektiv anzuleiten, die Firmenphilosophie zu vermitteln und vor
allem motivierend einzuwirken, steht dem wirtschaftlichen Erfolg nichts mehr im Weg. Doch
es gibt zahlreiche Faktoren, die eine gute Führungskraft auszeichnen. Vor allem soziale Kom-
petenzen in Kombination mit einer gelungenen Kommunikation sind wichtig. Mit NLP lernen
Sie verschiedene Modelle kennen, die Sie als Führungskraft weiterbringen werden. Sie werden
sich als Führungspersönlichkeit weiterentwickeln und eine ganz neue Wahrnehmung bei ihren
Mitarbeitern erzielen. Wenn Sie unsere 10 Tipps für Führungskräfte befolgen, sind Sie bereits
einen großen Schritt weiter.

FÜHRUNGSSTILE

Um zu verstehen, was eine gute Führungskraft auszeichnet und inwiefern die eigenen Führungsqualitäten
mithilfe von NLP auf ein neues Level gehoben werden können, müssen Sie zuerst einmal wissen, welche
Führungsstile es gibt. Lange Zeit war der autokratische Führungsstil der Status Quo in deutschen Unter-
nehmen. Die Führungskraft hatte die volle Entscheidungsgewalt, gab den Ton an und ließ wenig Raum
für die Ideen der eigenen Mitarbeiter. Zwar gilt dieser Führungsstil mittlerweile als veraltet, doch noch
immer gibt es diese Art der Unternehmensführung in vielen deutschen Firmen. Ähnliche Eigenschaften
besitzt der patriarchische Führungsstil, bei dem der Chef das Sagen hat und die Mitarbeiter gehorchen.
Zusätzlich nimmt die Führungskraft eine väterliche Rolle ein, die sich in einer Art Beschützerinstinkt
gegenüber der eigenen Belegschaft ausdrückt. Der Vorteil dieses Führungsstils ist die oft deutlich
stärkere Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen. Beim bürokratischen Führungs-
stil spielt die Persönlichkeit des Chefs eine untergeordnete Rolle. Regeln und Vorschriften leiten die
Firma von allein und die Führungskraft ist austauschbar.

NLP hilft Ihnen dabei, einen ganz anderen Ansatz zu finden und stellt das situative Führen in den Vor-
dergrund. Wie der Name bereits verrät, ist dieser Führungsstil nicht an ein festes Modell gebunden.
Mit einem situativen Führungsstil gehen Sie auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter ein und leiten diese
individuell, je nach Persönlichkeit und immer im Interesse der Firma, an. Bei diesem entwicklungs-
orientierten Ansatz lernen Sie mithilfe von kommunikativen Mitteln, die Qualitäten ihrer Mitarbeiter
zu fördern. Ein erfahrener NLP-Coach wird zunächst ihren Führungsstil analysieren und ihnen aus-
gehend davon, verschiedene Kommunikationsmittel näherbringen, mit denen Sie die Meta-Programme
ihrer Mitarbeiter identifizieren und nutzen können. NLP-Strategien werden dazu führen, dass Sie Ge-
spräche sicher führen und leiten können. Das zentrale Element dabei ist die Motivation der eigenen
Mitarbeiter. Wenn Sie die individuellen Ressourcen ihrer Belegschaft ergründet haben, können Sie
die Motivation der einzelnen Persönlichkeiten wecken.

GEKONNTE PRÄSENTATION MIT 4 MAT

Gelungene Präsentationen und Vorträge leben von einem exzellenten Fachwissen und einer starken
Rhetorik. Die meisten Menschen gehen sehr gut vorbereitet in einen Vortrag, behalten den rhetorischen
Aspekt nicht im Auge. Dabei ist die Mimik und Gestik während eines Vortrags mindestens genauso wichtig.
Eine gute Rhetorik vermittelt Begeisterung, zieht den Zuhörer in den Bann und hinterlässt bleibenden Ein-
druck beim Publikum. Eine sehr effektive Variante für eine gelungene Präsentation ist das didaktische 4-Mat-
System von Bernice McCarthy und David Kolb. Es unterteilt die Zuhörer in vier Gruppen.

 

1.      WARUM-Typ: Dieser Lerntyp ist auf der Suche nach dem tieferen Sinn und will immer wissen,
warum es sich lohnt, mehr über ein Thema zu lernen. In der Regel zählt der größte Prozentsatz der
Zuhörer zu den WARUM-Typen.

2.      WAS-Typ: Menschen, die zu dieser Kategorie zählen, orientieren sich an Daten und Fakten. Sie
glauben nur Dinge, die Sie auch belegen können. Dieser Lerntyp liebt es, so viele Informationen wie
möglich zu einem Thema zu erhalten und ist enorm wissbegierig.

3.      WIE-Typ: Mit Experimenten und Anwendungen werden Sie diesen Lerntypen in ihren Bann ziehen
und für das Thema begeistern. Je praktischer die Ausrichtung ihres Vortrages ist, desto besser. Sie
sollten also immer versuchen, das Publikum in ihren Vortrag mit einzubeziehen.

4.      WOZU-Typ: Jene Zuhörer sind immer auf der Suche nach einem Nutzen. In ihrer Rede sollten
Sie deutlich machen, weshalb dieses neu vermittelte Wissen hilfreich ist und Alternativen zum be-
treffenden Thema aufzeigen. Stellen Sie sich immer die Frage: Was wäre, wenn…?

 

Einem guten Redner gelingt es, mithilfe dieses 4-Mat-Systems alle vier Lerntypen anzusprechen. Er
besitzt die kommunikativen Fähigkeiten und die entsprechenden rhetorischen Mittel, um alle Typen
mit seinem oder ihren Vortrag zu fesseln.

MEETINGS EFFIZIENT GESTALTEN MIT SMART

Mit der NLP-Strategie SMART können Sie Meetings effizient und wirkungsvoll gestalten. Besprechungen
gehören zu jedem Unternehmensalltag, doch oft sind die messbaren Ergebnisse dieser Meetings klein, die
verschwendete Zeit hingegen groß. Meetings sind dafür da, Ziele zu besprechen und Absprachen zu treffen.
Inwiefern die formulierten Zielstellungen jedoch erreicht werden, hängt maßgeblich von der Art und Weise
des Meetings ab. Oft gehen Mitarbeiter aus einem Meeting und haben den Satz „Schauen wir mal!“ im Kopf.
Mit dem SMART-Modell können Sie das vermeiden. Es sorgt dafür, dass ihre Mitarbeiter für die einzelnen
Zielstellungen Motivation und Begeisterung entwickeln. Außerdem hilft Ihnen diese NLP-Strategie dabei,
Ziele so konkret wie möglich zu formulieren.

 

SMART ist ein Akronym und steht für:

Spezifisch: Formulieren Sie ihre Ziele so deutlich wie möglich und machen Sie ebenso deutlich klar,
was ihre Mitarbeiter empfinden, denken und fühlen werden, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben.

Messbar: Sie sollten ihre Ziele immer an gewissen Daten und Zahlen festmachen, damit ihre Mit-
arbeiter auch genau wissen, wann Sie ein Ziel erreicht haben. Nur so können alle Beteiligten auch
überprüfen, ob ein Ziel wirklich realisiert wurde. Sagen Sie zum Beispiel nicht „Ich möchte, dass
wir in vier Wochen den größtmöglichen Gewinn erzielt haben.“ Besser ist: „In genau vier Wochen,
möchte ich, dass wir einen Gewinn von 30.000 Euro erzielt haben.“

Attraktiv: Damit ihre Mitarbeiter optimal motiviert sind, müssen Sie die Zielerreichung mit positiven
Dingen assoziieren. Machen Sie also deutlich, welche Vorteile und anderen positiven Dinge ihre Mit-
arbeiter erwarten, wenn Sie das Ziel erreicht haben.

Realistisch: Besitzen die Personen das nötige Know-how, um das Ziel zu erreichen? Stellen Sie sicher,
dass das formulierte Ziel realistisch ist. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, da Sie sonst den genauen
Gegeneffekt erreichen: Demotivation und Frustration.

Terminiert: Setzen Sie ein Datum fest, wann das Ziel erreicht werden soll. Wenn es um ein lang-
fristiges Projekt geht, müssen Sie Zwischenziele formulieren, um die Motivation am Leben zu halten.

 

CHARISMA & AUSSTRAHLUNG EINER FÜHRUNGSKRAFT

In vielen Unternehmen herrschen mittlerweile weitaus flachere Hierarchien als noch vor ein paar Jahren.
Im Idealfall werden Sie als Führungskraft respektiert und gemocht. Um beides zu erreichen, müssen Sie
eine gewisse Ausstrahlung besitzen. Gehen Sie freundlich und offen mit ihren Mitarbeitern um, vergessen
Sie dabei jedoch nie, dass Sie die Entscheidungsgewalt besitzen. Klar formulierte Ansagen und ein respekt-
voller Umgang mit ihrer Belegschaft sind wichtige Faktoren, um eine gute Beziehung aufzubauen.

VOM KOLLEGEN ZUM CHEF, WAS TUN?

Gestern waren Sie noch ein Mitarbeiter von vielen und heute haben Sie auf einmal die Verantwortung
für eine ganze Abteilung. Die erste Position als Führungskraft ist immer die schwerste, vor allem, wenn
Sie bereits vorher in dem Unternehmen gearbeitet haben. Sie können sich den Umstand, ihre Mitarbeiter
bereits zu kennen, jedoch auch zum Vorteil machen. Um als Führungskraft wahrgenommen zu werden,
sollten Sie vom ersten Tag an offen mit der neuen Situation umgehen. Setzen Sie zum Beispiel am ersten
Tag ein kurzes Meeting auf den Plan, sprechen Sie offen mit ihren Mitarbeitern über die neue Situation
und erzeugen Sie Motivation für anstehende Aufgaben. Machen Sie auch deutlich, dass die Unternehmens-
ziele weiterhin im Vordergrund stehen und sich dieser wesentliche Aspekt durch ihre neue Rolle nicht ge-
ändert hat. Anschließend müssen Sie sich Respekt verschaffen. Dies gelingt am besten mit emotionaler Un-
abhängigkeit. Vertreten Sie ihre Standpunkte deutlich, fahren Sie eine klare Linie hinsichtlich des eigenen
Führungsstils und scheuen Sie sich nicht davor, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Befreien Sie
sich von der Wunschvorstellung, dass keine Änderung durch ihre neue Rolle eintritt.

KONFLIKTE IN TEAMS, WAS HILFT?

In jeder Firma gibt es irgendwann einmal Konflikte unter den Mitarbeitern. Das ist normal und sollte eine
gute Führungskraft nicht gleich ins Schwitzen bringen. Wenn verschiedene Persönlichkeiten aufeinander-
treffen, egal ob beruflich oder privat, ist immer Konfliktpotenzial vorhanden. Ein guter Chef weiß, wie er
mit diesen Situationen umgehen muss. Um diese wichtige Fähigkeit zu erlernen, hilft oft ein NLP-Training,
bei dem verschiedene Rollenspiele durchgeführt werden. Dieses Führungstraining vermittelt Ihnen ver-
schiedene Kommunikationstechniken für Konfliktsituationen. Besonders wichtig: Stehen Sie Konflikten
immer mit einer positiven Grundeinstellung gegenüber. Denken Sie an die möglichen neuen Wege, die
sich aus dieser vermeintlich negativen Situation ergeben können. Bevor Sie das Konfliktgespräch mit den
beteiligten Personen suchen, sollten Sie sich gut vorbereiten und bereits über Lösungsvorschläge nach-
denken. Versuchen Sie sich in die Situation der beteiligten Personen hinein zu versetzen, um die jeweiligen
Standpunkte besser zu verstehen. Der letzte Schritt ist in der Regel der schwerste: Versuchen Sie gemeinsam
mit allen Beteiligten eine Lösung zu finden, wobei die letzte Entscheidungsgewalt natürlich bei Ihnen liegt.

DIE EFFIZIENZ STEIGERN MIT NLP

NLP-Techniken wurden dafür entwickelt, um den Mentalzustand des Individuums zu verändern und persönliche
Ziele zu erreichen. Dementsprechend wirkungsvoll können verschiedene NLP-Strategien sein, wenn es darum geht,
die allgemeine Effizienz in einem Unternehmen zu steigern. Ein NLP-Coach vermittelt Ihnen Methoden, mit denen
Sie ihre eigenen Ressourcen entdecken und neue Verhaltensweisen entwickeln. Wenn Sie zum Beispiel im Einkauf
einer Firma tätig sind, vermittelt Ihnen NLP neue Kommunikationstechniken, die Sie bei Verhandlungen nutzen
können. Als Führungskraft sollten Sie über ein NLP-Coaching für ihre Mitarbeiter nachdenken. Ein gutes Team-
training kann Konfliktsituationen lösen, neue Ideen hervorbringen und für ein ganz neues, effektives Klima sorgen.

UMGANG MIT MOBBING

Mobbing am Arbeitsplatz schadet nicht nur die betroffene Person, sondern kann auch einen negativen Einfluss
auf den Erfolg einer Firma haben. Das negative Klima beeinflusst die Leistungsfähigkeit der anderen Mitarbeiter,
im schlimmsten Fall müssen Sie auf wichtige Personen krankheitsbedingt verzichten. Wenn Sie als Führungs-
kraft das Gefühl haben, unter ihren Mitarbeitern wird gemobbt, sollten Sie so schnell wie möglich handeln.
Identifizieren Sie zunächst die Ängste, die immer als Ursache für Mobbing gelten. Im nächsten Schritt können
Sie die von ihrem NLP-Coach vermittelten Konfliktlösungsmethoden anwenden und somit einen großen Schritt
in Richtung Problemlösung machen. Sie sollten zu jedem Zeitpunkt deutlich machen, dass Sie die Situation zwar
zunächst objektiv und ohne Vorurteile bewerten werden, jedoch hat Mobbing unter ihrer Führung keinen Platz in
dem Unternehmen. Formulieren Sie klar und deutlich die Konsequenzen, die sich aus diesem Verhalten ergeben.

NLP IM BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENT

Immer mehr Unternehmen treffen Präventionsmaßnahmen hinsichtlich der Gesundheit der eigenen Mitarbeiter.
Jedoch ist die Ausfallquote bei Mitarbeitern aufgrund von psychischen Störungen noch immer hoch. NLP als
Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements kann dabei helfen, diese Quote deutlich zu verringern.
Als besonders erfolgreich hat sich sie NLP Kurzzeitintervention erwiesen, bei der verschiedene Methoden in
wenigen Sitzungen angewendet werden. Die Effekte können jedoch enorm sein. Ein NLP-Trainer hilft ihren
Mitarbeitern ein klares Ziel zu formulieren und vermittelt Strategien, die die eigene Wahrnehmung verändern.
Dadurch bewerten Mitarbeiter die Situationen im Arbeitsalltag auf einmal ganz anders und kommen zu anderen
Intepretationen. Die Denkprozesse ihrer Belegschaft werden mithilfe eines NLP-Trainers verändert und er-
möglichen die persönliche Steuerung der Wahrnehmung. Diese Strategie kann ihre Mitarbeiter vor psychischen
Störungen bewahren.

MITARBEITER BESSER VERSTEHEN

Für eine gute Mitarbeiterführung ist eine effiziente und klare Kommunikation von fundamentaler Bedeutung.
Um ihre Mitarbeiter besser zu verstehen, ist eine wertfreie Haltung enorm wichtig. Im NLP-Coaching geht
es also darum, ihre Form der Kommunikation und Wahrnehmung zu verändern und nicht darum, die Kom-
munikation mit ihren Mitarbeitern zu beeinflussen. Mit NLP erlernen Sie Strategien, mithilfe derer Sie ihre
Denkprozesse verändern und ihren Mitarbeitern in Gesprächen anders begegnen. Bildlich gesprochen, be-
gegnen Sie ihren Mitarbeitern nach einem erfolgreichen Coaching mit einem weißen Blatt Papier und über-
lassen es dem Gesprächspartner, dieses weiße Blatt mit Farbe zu bereichern.

SANDWICHPOSITION – ÄRGER VON UNTEN UND OBEN

Als Führungskraft im mittleren Management haben Sie es nicht immer leicht. Sie besitzen als Abteilungs- oder
Teamleiter Verantwortung, müssen jedoch auch Befehle ausführen. Die Schwierigkeit besteht darin, nicht nur
beide Bereiche unter einen Hut zu bekommen, sondern auch als ein gutes Bindeglied zu agieren. Entscheidend
dafür sind besonders gute Kommunikationskompetenzen, immerhin agieren Sie als Informationsträger und
Wissensvermittler. NLP-Modelle helfen Ihnen dabei, Strategien zu entwickeln, um beide Rollen optimal aus-
zufüllen.

 

Viel Erfolg!