Werte Feedback

Abschlussarbeit von Sven Titschnegg, als PDF lesen


1. Einleitung

In meiner Arbeit möchte ich das Werte-Feedback vorstellen. Dabei geht es um eine Kombination aus Feedback im
Allgemeinen sowie dem Werte-und Entwicklungsquadrat nach Friedemann Schulz von Thun. Um ein
Grundverständnis zum Thema „Feedback“ zu schaffen, werden zunächst die Bedeutsamkeit von Feedback und die
Feedbackregeln erläutert. Für ein besseres Verständnis im Hinblick auf die zwischenmenschliche Kommunikation
sorgt das Werte-und Entwicklungsquadrat von Schulz von Thun. In der vorliegenden Arbeit wird diese Methode
allerdings nur kurz aufgegriffen. Für eine Vertiefung in diese Thematik, empfehle ich das Buch von Friedemann
Schulz von Thun, Miteinander reden: 2. In dieser Arbeit werden das Feedback und das Werte-und
Entwicklungsquadrat nicht im Detail thematisiert. Vielmehr liegt mein Fokus auf der Kombination dieser beiden
Methoden. Die Kombination aus beiden ergibt letztlich mein Werte-Feedback. Dieses wird exemplarisch anhand von
zwei Beispielen aufgezeigt.

2. Die Bedeutsamkeit von Feedback

Feedback ist in meinen Augen einer der wichtigsten Tools, um sich und andere weiterzuentwickeln. Dabei spielt die
Qualität, die hinter einem Feedback steckt eine besondere Rolle. Ich erlebe es häufig, dass viele gar nicht wissen wie
sie am besten ein Feedback formulieren. Dadurch ergibt sich oft ein Teufelskreis. Der Feedbacknehmer macht
schlechte Erfahrungen mit Feedbacks und wird es dadurch wahrscheinlich in Zukunft auch weniger einfordern oder
selbst in Zukunft negativere Feedbacks geben. Es ist daher wichtig für Aufklärung zu sorgen und das Feedbackgeben
zu üben und zu reflektieren.

Deutlich wird das Ziel des Feedbacks mit dem JoHari-Fenster. Dies ist ein psychologisches Modell, das von den
amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham 1955 entwickelt wurde.

a) Öffentliche Person (mir bekannt / anderen bekannt)
b) Mein Geheimnis (Mir bekannt / anderen nicht bekannt)
c) Blinder Fleck (mir nicht bekannt / anderen bekannt)
d)Bereich des unbewussten (mir nicht bekannt / anderen nicht bekannt)

Bei diesem Modell geht es darum unseren „blinden Fleck“ durch die Wahrnehmungen anderer Personen gespiegelt
zu bekommen, um somit durch diesen Prozess unseren blinden Fleck zu verkleinern.

Eine gute Methode,um ein Feedback zu formulierenistdas WWW-Feedback. Diese Methode enthält die Feedback
Regeln, das Feedbackgeben sowie das Feedbacknehmen. Die genaueren Erläuterungen zu den jeweiligen Punkten,
können anhand der folgenden Bilder entnommen werden.Quelle: Zusammenstellung aus
eigenenSchulungen.Ergänzt werden kann das Feedbackgebenauch mit der Sandwich-Methode. Dabei wirdein
negatives Feedback zwischen zwei positive Eigenschafteneingebettet, weshalb diese MethodeSandwich-Methode
genannt wird.Hierdurch wird das Feedback annehmbarer für den Feedbacknehmer gestaltet. Meiner Meinung
nach ist die Verwendung dieser Methode jedem selbst überlassen.Ich entscheide dies je nach Situation und Kontext
und nutze es nicht pauschal.


3.Das Werte-und Entwicklungsquadrat

Für mich ist eine Kombination aus Werte-und Entwicklungsquadrat und Feedback eine gute Möglichkeit jemanden
weiterzuentwickeln. Das Quadrat gibt uns die Möglichkeit Entwicklungsrichtungen zu erkennen und anzugehen.
Dieses besteht aus vier Begriffen, wobei die positiven Gegenwerte oben und die entsprechenden Unwerteunten
stehen. Dadurch entstehen vier Arten von Beziehungen:
•Die obere Linie zwischen den positiven Werten bezeichnet ein positives Spannungsverhältnis
•Die Diagonale bezeichnet konträre Gegensätze
•Die Senkrechte bezeichnet entwertende Übertreibung
•Die untere Line bezeichnet die Überkompensation
Im Grunde verbirgt sich bei der diagonalen Linie -von unten nach oben – auch Entwicklungspotenzial! Wenn wir
aber nicht die Kraft haben, diesen Weg zu gehen, kann es zur Überkompensation kommen und wie im unteren
Beispiel angegeben von rücksichtslose Ellbogen-Mentalität zur Selbstverleugnung oder umgekehrt führen.

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