Mindful Leadership

Trend oder Schlüsselrolle?

Abschlussarbeit von Anke Steiner, als PDF lesen


Definition:

mindfulness – Achtsamkeit

Kann als Form der Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und
Bewusstseinszustand verstanden werden, als spezielle Persönlichkeitseigenschaft sowie als Methode zur
Verminderung von Leiden (im weitesten Sinne). Historisch betrachtet ist „Achtsamkeit“ vor allem in der
buddhistischen Lehre und Meditationspraxis zu finden. Im westlichen Kulturkreis ist das Üben von „Achtsamkeit“
insbesondere durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapiemethoden bekannt geworden. Der
Begriff Achtsamkeit wird außerdem im Rahmen der Care-Ethik für eine Praxis der Zuwendung verwendet.

 

Leadership – Menschenführung:

Menschenführung umfasst in der Psychologie alle Maßnahmen von Vorgesetzten, die auf die Kooperation,
Koordination und Kommunikation aller Angehörigen einer Organisation einwirken. In der humanen Ethik ist
sie der begründete Versuch, durch eine Führungskraft steuernd und richtungsweisend auf eigenes und fremdes
Handeln mit geeigneten Führungstechniken einzuwirken, um eine Vorstellung von den Führungszielen zu verwirklichen.
Führung ist eine Methode, „geführte“ Menschen für die gesetzten Ziele zu motivieren und auf den Weg der Erfüllung
der Ziele mitzunehmen, für den gemeinsamen Erfolg. Der Führungsprozess ist eine „ständige Begleitung“ der
Geführten. Als Geführte können im Rahmen der Individualführung einzelne Personen, aber auch Personengruppen
genannt werden. Bei Arbeitsgruppen, Schülergruppen wird auch der speziellere Begriff Teamführung genutzt.
Bezieht sich die Führung auf die Gesamtheit aller Mitarbeiter, dann wird von Personalführung oder Mitarbeiter-
führung gesprochen. Diese Führungsformen werden im englischen Sprachraum als „leadership“ bezeichnet. Die
Menschenführung vollzieht sich vor dem Hintergrund verschiedener gesellschaftlicher Kontexte wie Familie, Schule,
Hochschule, Politik, Wirtschaft, Militär und Sport innerhalb oder außerhalb einer Institution oder Organisation.

 

Mindfulness – der neue Trend?

Wenn man „Mindfulness“ googelt, erhalten Sie 34 Millionen Treffer.
Die ersten Achtsamkeitstrainings gab es schon in den 70er Jahren.
Achtsamkeitsbasierte Prinzipien wurden in der Verhaltenstherapie zunehmend eingesetzt und intensiv erforscht.
Seit den Pionierarbeiten von Jon Kabat-Zinn (1990), der Anfang der 70er Jahre mit der Entwicklung der
»mindfulness-based stress reduction« (MBSR, achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) begann, wurden eine Reihe
von empirisch überprüften achtsamkeitsbasierten Programmen zur Behandlung von Menschen mit verschiedenen
psychischen, aber auch körperlichen Erkrankungen entwickelt Dieser seltsam schüchterne, aber unglaublich
mächtige Begriff hat eine beispiellose Trend-Karriere hinter sich.
Achtsamkeit hat es auf die Titelseiten großer Magazine geschafft:

Mindfulness prangte auf dem Cover des Time Magazine, ganze Zeitschriften widmen sich dem Thema (Happinezz,
Flow), es gibt Mindful-Apps, -Buchreihen und -Studios sowie den „Praxiskurs Achtsamkeit für Manager“ (Preis:
4500 Euro). In vielen großen Unternehmen verdrängen derzeit Achtsamkeits-Trainer die McKinsey-Horden.

 

Management ist nicht gleich Leadership – Führung ist nicht gleich Führung!

Ein guter Manager sollte zunächst einmal folgende Dinge beherrschen:

– Planen und budgetieren
– Organisieren und das Personal managen
– Kontrollen und bewerten
– Probleme lösen
– die Qualität und den Prozess sichern

Ein guter Leader zeichnet sich durch folgende Fähigkeiten aus:

– Er hat eine Vision und gibt eine Langfristperspektive
– Er mobilisiert und inspiriert seine Mitarbeiter
– Er motiviert Mitarbeiter, bindet sie in seine Gedankenwelt ein und weckt Energien
– Er schafft Bewegung im Unternehmen

 

Manager vs. Leader

Ein guter Manager ist in der Lage, Komplexität zu reduzieren und in den Griff zu bekommen. Er steuert die
Effizienz der Organisation und optimiert diese ständig. Im Vordergrund steht das Erfüllen der Tagesaufgaben.
Ein guter Leader schafft Veränderungen. Er ist ein Visionär, beschäftigt sich mit der Zukunft und nimmt die
Mitarbeiter mit auf diese Reise. Er sieht sich als Motor für quantitatives und qualitatives Wachstum im
Unternehmen.

 

Jedes Unternehmen braucht:
Ein gutes Fundament an Managern, die mit beiden Füßen auf dem Boden stehen und das Geschäft sicherstellen.
Eine Reihe von Leadern, die durch ihre Ideen und Visionen die Organisation vor Verkrustung bewahren und die
Mitarbeiter begeistern können.Gute Expertenchefs, die das Know-how sicherstellen.


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