Liberating Structures im Coaching

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Was sind die Liberating Structres?

Die Liberating Structures sollen helfen das Potential einer Gruppe freizusetzen. Ähnlich wie beim systemischen
Coaching geht es darum die Menschen einzubeziehen, zu aktivieren, zu entfesseln und dazu beizutragen, dass
sie ihre Zukunft selbst zum Positiven gestalten können.

Die ‚Liberating Structures‘ – auf Deutsch ‚Befreiende Strukturen‘ – wurden von Keith McCandless und Henri
Lipmanowicz seit dem Jahr 2002 entwickelt und erfolgreiche existierende Formate angepasst. Sie bestehen
zurzeit aus 33 Formaten, sogenannten Strukturen. Diese Strukturen stehen unter der Creative Commons
License. Sie können, unter Nennung der Urheber frei geteilt und bearbeitet werden und sind im Internet
verfügbar.

Sie wurden entwickelt, um komplexe Probleme in Gruppen zu lösen. Jede der Strukturen hat unterschiedliche
Ziele. Die Strukturen helfen dabei, Menschen zum Mitmachen zu bewegen und sinnvolle Ergebnisse zu erzielen.

Es gibt eine grobe Unterteilung in dreimal 11 Strukturen, die von links nach rechts in ihrer Komplexität zunehmen.
Normalerweise beginnt man mit den elf Strukturen in der linken Spalte.

Die Liberating Structures sind einfach in der Umsetzung. Ziel ist es einem Team den Einstieg in einen kom-
munikativen Prozess zu ermöglichen und zu erleichtern. Mithilfe der LS lernt das Team schnell, jeden Teil-
nehmer einzubeziehen und die Aufmerksamkeit der gesamten Gruppe zu bündeln. Durch die vorgegebenen
Redeanteile kommen auch die Menschen zu Wort, die häufiger im Hintergrund stehen und Schwierigkeiten
haben, sich zu beteiligen.

Insbesondere im Wandel zum agilen Unternehmen ist es entscheidend, den Menschen Möglichkeiten und
Werkzeuge zum Austausch auf Augenhöhe an die Hand zu geben.

 

Sie stehen im Einklang zu den Zielen beim Coaching

• Aktivierung und Nutzung vorhandener Ressourcen
• Verbesserung der Selbstmanagement-Fähigkeit
• Förderung von Kommunikationsstrukturen

 

Die Zehn Regeln im Umgang mit den Liberating Structures:

  1. Beziehe jeden mit ein und entfessele ihn
  2. Bringe Menschen und ihren eigenen Lösungen tiefen Respekt entgegen
  3. Starte niemals ohne einen klaren Zweck
  4. Bilde Vertrauen während du voran gehst
  5. Lerne und entwickle dich durch Fehlschläge vorwärts
  6. Wende Selbsterforschung in der Gruppe an
  7. Stärke Freiheit und Verantwortung
  8. Stelle die Möglichkeiten heraus: Glaube bevor du es sehen kannst
  9. Lade zur kreativen Zerstörung ein, um für Innovation Platz zu schaffen
  10. Bringe dich ernsthaft ein, mit spielerischer Neugier

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