Erfolg ist eine Gewohnheit

Abschlussarbeit von Anja Weimer, als PDF lesen


Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden
Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein
Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn
er wird dein Schicksal.
Talmud

aus: S. Bechtel, Erfolg ist eine Gewohnheit, Goldegg Vlg. 2019, S. 11

1. Einleitung

Das Buch des Erfolgsautors Sören Bechtel, Erfolg ist eine Gewohnheit. Wie Sie mehr im Leben erreichen
können
(Goldegg Verlag, 2019) zu lesen, hat mich sehr inspiriert. Über den Titel nachzudenken, lohnt sich. Er heißt
ja nicht etwa: Mit Gewohnheit zum Erfolg kommen, sondern impliziert, dass eine Gewohnheit zu etablieren, Erfolg ist.

Sören Bechtel ist internationaler Coach, Consultant und Trainer mit Praxis in Siegen. Als Experte für das Thema
Erfolgsgewohnheiten im Businessbereich und im Privatleben hat er mit der von ihm entwickelten Methode
Gewohnheitsrad bereits vielen Menschen zu einem glücklicheren Leben und Organisationen zu tiefgreifenden
Erfolgen verholfen.

 

2. Gewohnheit

Wir alle kennen die Macht der Gewohnheit. Vereinfacht ausgedrückt sind Gewohnheiten Handlungen, die nach
einem bestimmten Reiz nach gleichem Schema abgespult werden. In Endlosschleife laufen sie größtenteils
unbewusst in unserem Leben ab. Das Gehirn kann dabei nicht zwischen positiven und negativen Gewohnheiten
unterscheiden. Es ist sehr schwer, ein etabliertes Verhalten zu durchbrechen, auch wenn man sich es ganz fest
vorgenommen hat. Es sind gerade erst zwei Monate im neuen Jahr 2020 vergangen, und was ist aus all unseren
guten Vorsätzen geworden? Konnten wir sie als Gewohnheiten etablieren? Waren wir erfolgreich?

Gewohnheiten vereinfachen unser Leben enorm. Denken wir an eine Einkaufssituation in einem großen Supermarkt.
Automatisch gehen wir zu den Regalen und legen die Produkte in den Einkaufswagen, die wir benötigen und die wir
immer kaufen. Das erspart uns Zeit und Energie. Ein anderes Beispiel ist die Fahrt mit dem Auto allmorgendlich zur
Arbeit. Sie läuft fast wie computergesteuert ab, ohne dass wir darüber nachdenken müssen, welchen Weg wir
nehmen und wie das Auto als solches zu bedienen ist.

 

3. Die Methode „Gewohnheitsrad“

S. Bechtel hat aus jahrelanger Erfahrung im Coaching und auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse, die er
in seinem Buch ausführlich beschreibt und mit Literaturangaben belegt, die Technik Gewohnheitsrad entwickelt. Sie
kann sofort angewendet werden und gliedert sich in 16 Schritte.

Anhand eines Falls aus seiner Praxis geht S. Bechtel den Prozess der 16 Schritte in seinem Buch durch.

Ausgangslage:

– Herr M., Mitte vierzig, Geschäftsführer eines mittelständigen Unternehmens

– verheiratet, zwei Kinder

– erklärt bei einem zufälligen Treffen, dass sein Freund das Coaching gut gebrauchen könne, dieser befände
sich derzeit in einer beruflichen Krise

– Herr M. kommt tatsächlich dann selbst in die Praxis

– fast dreißig kg Übergewicht, hat ihn bislang aber nicht gestört, da er sich selbst nicht als übergewichtig
empfunden habe. Auch das Aus- der- Puste -sein beim Treppensteigen störe ihn nicht wirklich

 

3.1. Bewusstsein

– Unklares Krankheitsbild bei Herr M. mit Schmerzen in der Brust, Verdacht auf Herzinfarkt, jedoch ohne
Befund
– Erkenntnis: Es muss sich etwas ändern in meinem Leben! (Kann eigener Leidensdruck sein, wie in diesem
Fall, aber auch Denkanstoß von außen sein, der einen fesselt und das Bewusstsein genau dahin steuert, etwas
ändern zu wollen oder ändern zu müssen)

 

3.2. Klarheit

– gründliche Anamnese (Herr M. wird gewogen und vermessen)
– Erfassen des Ist-Zustandes, bringt Klarheit, definiert den Startpunkt
– Standortbestimmung, enorm wichtig

 

3.3. Ziel

– Zwanzig kg Körpergewicht mithilfe von mehr Bewegung abnehmen
– SMART, d.h. spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert
– Wichtig: Klare, präzise Formulierungen, um festzuhalten, was man möchte oder auch eben nicht
möchte und
– sich ausreichend Zeit für die Definition nehmen

 

3.4. Unterstützung

– professionelle Unterstützung für Her M.
– Vorteil: ein Profi unterstützt mit neutraler Haltung auf höchster Ebene (man muss nicht alle Fehler
selbst gemacht haben…)
– prinzipiell kommen auch Gruppen, Familienmitglieder, Bekannte, Freunde etc. in Frage

 

3.5. Verpflichtung

– Schriftliche Fixierung der Ziele gegenüber sich selbst
– Noch offizieller durch Unterschrift eines Zeugens, Unterstützers oder Freundes

 

3.6. Kleine Schritte

– Ziel wird in viele kleine Zwischenziele zerlegt
– Bezogen auf das Beispiel Herr M.: Täglich fünf Minuten spazieren gehen als Verpflichtung, wohl
wissend, dass der Klient selbst die Zeitspanne erhöhen wird („Für fünf Minuten so ein Aufwand, da
kann man auch länger draußen laufen…“)
– Hürde muss klein genug gewählt werden, damit man etwas regelmäßig tun wird

 

3.7. Auslöser

– Zeitpunkt, an dem die neue Gewohnheit gestartet werden soll (im Beispiel von Herr M. immer,
wenn er von der Arbeit nach Hause kommt)


als PDF weiterlesen


Literatur
Sören Bechtel, Erfolg ist eine Gewohnheit. Wie Sie mehr in ihrem Leben erreichen können, Goldegg Verlag, 2019
www.erfolg-ist-eine-gewohnheit.de