Resilienz

Abschlussarbeit von Richartz Weiler, als PDF lesen


Bedeutung:

Der Begriff Resilienz stammt ursprünglich aus der Werkstoffkunde und leitet sich von dem englischen Begriff
„resilience“, was etwa mit „Spannkraft / Elastizität /Strapazierfähig“ übersezt werden kann, ab. Es bezeichnet
Stoffe, die nach Belastung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren können. In der Gesundheit
meint „Resilienz“ die psychische Wiederstandkraft, Belastbarkeit oder Flexibilität eines Menschen im Umgang
mit schwierigen, belastenden Situationen und/oder Lebensereignissen.

Ein ganz besonderes Augenmerk richtet sich auf eine Studie auf Kauai, eine Nachbarinsel von Hawaii. Hier wurden
700 Jungen und Mädchen aus unterschiedlichen Schichten 40 Jahre begleitet.
210 der Kinder kamen aus schwierigen Verhältnissen mit Krankheit, Armut, Vernachlässigung, Misshandlungen
oder auch Krankheit der Eltern.

2/3 dieser Kinder wuchsen mit psychischen Problemen, Lern- und Verhaltensstörungen auf und wurden später
kriminell.
1/3 dieser Kinder allerdings wurden glückliche Erwachsene die nie mit dem Gesetz in Konflikt kamen, sie hatten
Erfolg und führten glückliche Beziehungen.
Die letze Gruppe war besonders interessant. Wo war bei diesen Kindern der Unterschied zu den anderen Kindern
die kriminell wurden?
Es stellte sich heraus, dass die Kinder die später glückliche Erwachsene wurden in ihrem Leben immer eine
liebevolle Bezugsperson hatten, sie übernahmen früh Verantwortung (z. B. für Geschwister) und hatten eine
hohe soziale Kompetenz und innere Stärke.
Hieraus leitete man dann später die Resilienzfaktoren ab, die durchaus lernbar sind und langfristig nachhaltige
Veränderungen bewirken.
Man kann sich ein Stehaufmännchen vorstellen, das bei der kleinsten Erschütterung ins Wanken gerät, aber immer
wieder aufsteht bzw. stehen bleibt. Anders als der Ritter mit seiner Rüstung, der, wenn er fällt, nicht mehr alleine
aufstehen kann.
Die Resilienzfaktoren führen zu der Fähigkeit mit Belastungen (besser) umzugehen.
Vulnerable but invincible (Verletzlich aber unbesiegbar)!

 

Zu den Resilienzfaktoren gehören:

Netzwerk

– Hilfe und Trost bei Freunden zu finden, über eigenen Probleme reden zu können, seinen
Frust, Ängste, Sorgen teilen zu können!
– Das Netzwerk von Freunden trainiert die Person und stützt sie

Eigenverantwortung

– selber nach Lösungen suchen zu können um Probleme zu bewältigen – sich klar werden,
was man möchte oder auch nicht möchte, was man braucht und wie es einem selber geht

Vertrauen in die Zukunft

– Visionen
– positiver Ausgang von anderen Problemen, sprich Erfahrungen

Fähigkeiten Lösungen zu finden – Lösungsorientierung

– Was kann ich daraus lernen?
– Kreative Lösungen finden

Impulskontrolle – Fähigkeiten seinen Willen zu bändigen – sich zu Disziplinieren

– kostruktive Kritik üben
– Diskussionen aus Konflikten auf einen anderen Zeitpunkt verschieben
– inneren Schweinehund überwinden

Emotionssteuerung

– wie gehe ich grundsätzlich mit Gefühlen um?
– wie gehe ich im Nachgang mit Gefühlen um? – Frust loswerden
– Disstress / Eustress
– Akzeptanz der eigenen Gefühle

Zukunftsplanung

– erreichbare Ziele haben
– Ziele in kleine, überschaubare Häppchen einteilen
– Sinn im Leben sehen

Humor

Resilienz ist also lernbar. Stetiges Üben ohne Stress führt dazu mit Belastungen umzugehen.

 

Resilienzübungen

4 x 4 Atemzüge

4 Atemzüge Konzentration auf das Einatmen und das Ausatmen
4 Atemzüge lang auf eine positive Situation von heute konzentrieren
4 Atemzüge auf 4 Körperteile konzentrieren
4 Atemzüge auf ein positive Vorstellung von erwünschtem Ereignis in der Zukunft

 

Energiespeicher

Wie voll ist mein Akku

  1. Frage: Was sind Tätigkeiten oder Erlebnisse, die mit mich Kraft/Energie kosten
    (beruflich, privat)? -> aufschreiben!
  2. Wie kann ich dafür sorgen, oder mein Leben verändern, dass sie weniger auftreten, sodass
    dieser Punkt weniger Auswirkung  auf mein Wohlbefinden hat?
    Mit dem Leichtesten anfangen!!!!
  3. Was sind die Tätigkeiten oder Erlebnisse, die mir Kraft/Energie bingen? Wo tauchen sie auf?
    -> aufschreiben!
  4. Was kann ich tun, damit sie häufiger auftreten oder intensiver sind oder genussvoller?

 

Drei Fragen für ein glückliches Leben:

  1. Was habe ich heute getan, dass mich glücklich macht? (Eigenveratwortung!)
  2. Was hat jemand anderes für mich getan, worüber ich mcih freue und wie habe ich meine Dankbarkeit
    gezeigt? (Fokus positiv!)
  3. Was habe ich getan um jemandesn anderen glücklich zu machen?

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