Der Baum im Wald

Kurzbeschreibung:
Das Tool erzielt eine Ressourcenbewusstheit schon im Kleinkindalter
und eine Stärkung der Resilienz.
Der Coach begleitet Kinder mit gezielten Fragen und visuellen
Darstellungen zur Erarbeitung eines individuellen
Ressourcenwaldes. Hier werden die eigenen Ressourcen
erkannt, anerkannt und verstärkt.
Das Kind nimmt schließlich seine stärkste Ressource als Baum mit,
oder in Gruppensettings wird ein Wald mit den stärksten
Ressourcen aller Teilnehmer gestaltet.
Anwendungsorte:
Familien, Kita´s, Schulen, Einzelsettings und Gruppensettings
Anwendungsbereiche:
Resilienz Förderung im Kindesalter
Salutogenetischer Gedanke zur Förderung von Kindern
Über- und Unterforderung der Kinder erkennen und vermeiden
Frühauftretende Stressreaktionen /Burnout/Deprivation erkennen
Entwicklungsförderung und partizipative Lebenshaltung fördern
Zielsetzung / Effekte:
Allgemeine Zielsetzung:
+ Mehr Energie freisetzen und in eigene Entwicklung einsetzen
+ Aufwärtsspirale der eigenen Fähigkeiten wahrnehmen und
anerkennen
+ Stärkung der ganzheitlichen Person und persönlichen
Entwicklung
Sabrina Kiel
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Sichtbare Erfolge:
+ Steigerung der Eigenmotivation
+ Steigerung des Selbstbewusstseins und Selbstvertrauen
+ Lebensfreude und Zufriedenheit
+ Happiness
Ambition und Auswirkung:
Noch nie war es so wichtig, Kindern ihre eigenen Fähigkeiten zu verdeutlichen wie
heute. Durch die immer rasanter werdende Welt in der unsere Kinder heute
aufwachsen sind frühe Entwicklungsstörungen häufiger auftretend. Besonders im
emotionalen Bereich werden Diagnosen gestellt, die auf eine frühe Deprivation
hindeuten. Diese Anzeichen werden erst spät erkannt und kaum behandelt. In den
Medien werden jährlich neue Mode-Begriffe benannt und mal in die eine oder andere
Bildungsrichtung investiert. Neben den schon anerkannten Verfahren gibt es nun
anhaltend mehr Ansätze Kinder im Kleinkindalter in Bindung zu bringen. Im Focus
steht hier die Bindung zu Erwachsenen, die das Kind betreuen, fördern oder
begleiten.
Ein Grundsatz in der Pädagogik lautet – Ohne Bindung keine Bildung1
. Dieser
Grundsatz bedarf einer Erweiterung mit spezifischen Aspekten aus der Forschung
der Salutogenese2 von Antonovsky.
Ohne Bindung keine Persönlichkeit, könnte eine Neuschöpfung lauten. Denn was
passiert ohne Bindung? Bindung ist das Gefühl mit etwas oder mit jemandem in
Kontakt zu sein, eine Gemeinschaft aufzubauen und zu gestalten, das abgleichen
der eigenen Person zu anderen Personen und darüber hinaus der Abgleich mit der
Gesellschaft. Bindung bedeutet die Nähe zu jemand andern, Vertrauen und
Sicherheit.
Eine weitere Möglichkeit, die in den letzten Jahren vermehrt an Ansehen erlangt hat,
ist das Coaching. Erwachsene die ihre Vergangenheit aufarbeiten, arbeiten auch mit
dem Satz, „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“ – Ein Baum im Wald setzt
vorher an, es lenkt den Fokus auf die Gegenwart und die Möglichkeit einer
glücklichen Kindheit – jetzt.
Heute schon hat das Kind die Chance auf eine glückliche, liebevolle und
bindungsvolle Kindheit! Genau an diesem Punkt setzt „Ein Baum im Wald“ an. Es
werden auch Elemente von Marte Meo integriert, gerade das „aufmerksame Warten“
ist ein fester Bestandteil.

1
Frei nach Bowlby´s Bindungstheorie https://www.kindergartenpaedagogik.de/1722.html
2 Aaron Antonovsky´s Forschung https://www.kindergartenpaedagogik.de/2163.pdf
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Hier soll im weiteren nicht auf Zusammenhang zwischen der entnaturalistischen
(naturferne) Lebenseinstellung vieler Menschen und dem „Urlaubs- und Ferien
Naturmensch“ und diesem Tool eingegangen werden, obgleich dieser Kontext im
weiteren Verlauf auch eine große Rolle spielen kann.
Ein Baum im Wald, so einfach wie effizient.
Weiterdenken und vernetzen:
Das Tool:
Das Tool lässt sich sowohl in Einzel- wie Gruppensettings anwenden. Je nach Alter
und Entwicklungsstand der Kinder muss die Wortwahl und Dauer angepasst werden.
Hier nun das Tool im Ganzen für eine Sitzung mit der Dauer von 45 Minuten. Als
Hinweis: Kindergartenkinder – Dauer ca. 30 Minuten, Schulkinder 45 – 60 Minuten,
für ausreichend Bewegungsmöglichkeiten und Wasser sorgen.
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Ressourcen für Kinder sichtbar zu machen ist ein wichtiger Bestandteil der
Entwicklung von Resilienz und Kohärenz. Diese Thematik ist eine der ältesten in
unserer Menschheit, selbst im 4 Jahrhundert v. Chr. sagte Laotse:
„Wer andere kennt, ist klug; wer sich selbst kennt, ist weise!3

Ein weitere wichtiger Punkt für die Entwicklung der Kinder, und wenn nicht sogar der
wichtigste, ist das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Eingangs über Bindung
gesprochen, kann Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein nur in Kontakt mit anderen
entstehen. Durch permanentes Abgleichen von sich zu anderen, von Grenzen und
Möglichkeiten kann sich eine eigene Persönlichkeit entwickeln. Ein Zitat von Nikolaus
B. Enkelmann zeigt, wie wichtig das Selbstbewusstsein auch mit Resilienz und
Ressourcen zusammenhängt:
„Je stärker mein Selbstbewusstsein, umso belastbarer bin ICH!“4
Mit dem Baum im Wald-Tool verhelfen wir bereits Kindern sich selbst als starke
Persönlichkeit wahrzunehmen und sich selbst ein wenig näher zu erfahren. In der
ersten Sitzung wird durch eine spezielle Frage- und Spieltechnik eine kraftvolle
Ressource herausgearbeitet, das Kind benennt und erfühlt, ob diese zu Ihm und vor
allem IN IHM passt. Die herausgearbeitete Ressource wird dann als ein Baum
gestaltet. Zum Schluss erhält das Kind entweder seine Ressource als Baum um sich
daran zu erinnern und wie ein Anker im Alltag zu verfestigen, oder nach weiteren
Sitzungen entsteht ein Wald voller Ressourcen, die dann ebenso am Ende der
Einheiten, nicht als Ressourcenbaum sondern als Ressourcenwald mitgenommen
werden kann.
Bei einem Gruppensetting erarbeitet jedes Kind innerhalb der Gruppe seine eigene
Ressource und gestaltet einen Baum für sich, ebenso wird dieser als Anker
mitgenommen. Das Gruppensetting verpflichtete zu einer weiteren Sitzung. In dieser
werden die Ressourcen jedes einzelnen Kindes zusammen zu einem Wald gefügt.
So entsteht ein Ressourcenwald der Kinder, in dem jedes seinen Individuellen Platz
finde