Das innere Kind

Abschlussarbeit von Beate Drzewaszewski, als PDF lesen


Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme

In diesem Buch geht es darum, dass wir mit unserer elterlichen Prägung Glaubenssätze entwickelt haben, die unser
erwachsenes Leben negativ beeinflussen, weil sie uns in unserer Entwicklung bremsen.

Indem wir lernen uns zu reflektieren, diese Glaubenssätze erkennen und annehmen, können wir uns davon befreien
und uns weiterentwickeln.

Es geht um Wertschätzung der eigenen Persönlichkeit – mit all ihren Seiten – als Potential für Entwicklung.

Stefanie Stahl entwickelte eine Problemlösestruktur mit der man fast alle so hausgemachten Probleme lösen kann,
wie Beziehungsprobleme, depressive Verstimmungen, Stress, Zukunftsangst, mangelnde Lebensfreude, Panik-
attacken und Zwangshandlungen.


Diese Aufteilung stammt von Julia Tomuschat

 

Unsere Persönlichkeit wird in das Erwachsenen-Ich und das innere Kind unterteilt.

Unser bewusster Anteil, der Verstand wird hier als das ERWACHSENE ICH bezeichnet. Er ist rational und vernünftig,
lässt uns vorausschauend handeln, Verantwortung übernehmen, planen, Risiken abwägen und  kann mit diesen
Fähigkeiten das INNERE KIND REGULIEREN.

Das INNERE KIND umfasst unsere unbewussten Anteile, unser Gefühlsleben mit Angst, Schmerz, Wut, Freude,
Liebe, Glück. Es spiegelt unsere elterlichen Prägungen wieder, hat also positive und glückliche Anteile als auch
negative und traurige.

Es wird weiter in das Sonnen- und das Schattenkind unterteilt.

Das Sonnenkind ist das fröhliche innere Kind.

Das Sonnenkind, als glücklicher Gefühlszustand, steht für Spontanität, Abenteuerlust, Neugierde Selbstvergessenheit,
Vitalität, Tatendrang und Lebensfreude. Es umfasst unsere positiven Glaubenssätze, die in Situationen entstehen,
in denen sich ein Kind angenommen und geliebt fühlt, sie stärken es.

Bsp.: Ich bin stark, ich bin geliebt, ich bin schön..

Das Sonnenkind will gefördert werden.

Das Schattenkind ist das verletzte innere Kind.

Das Schattenkind umfasst unsere negativen Glaubenssätze und die daraus resultierenden belastenden Gefühle
wie Angst, Wut, Scham etc. Negative Glaubenssätze entstehen in Situationen in denen sich ein Kind falsch und
abgelehnt fühlt.
Sie schwächen es. Sie und ihre Wirkung in unserem Unterbewusstsein sind die Ursache für die Probleme die wir
als erwachsene Menschen haben.

Bsp.: Ich genüge nicht, ich bin dumm, ich bin schwach
Das Schattenkind will gesehen und getröstet werden.

 

Von Geburt an haben wir vier Grundbedürfnisse.

 

Alle psychischen Probleme lassen sich auf Verletzungen eines oder mehrerer unserer Grundbedürfnisse zurückführen.

Unsere vier psychologischen Grundbedürfnisse nach Psychotherapieforscher Klaus Grawe sind:

– das Bedürfnis nach Bindung
– das Bedürfnis nach Autonomie und Sicherheit/Kontrolle
– das Bedürfnis nach Lust-Befriedigung und Unlustvermeidung
– das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung und Anerkennung

Wenn sie in Interaktion mit unseren Bezugspersonen immer wieder verletzt oder frustriert werden, reagieren
wir mit Unwohlsein und entwickeln aus unserer Persönlichkeit heraus negative Glaubenssätze, die sich gerade
in unseren ersten 6 Lebensjahren durch die in dieser Zeit sehr intensive Entwicklung unseres Gehirns tief in
uns einprägen.

Unsere Glaubenssätze sind ein Filter für unsere Wahrnehmung

Die Wahrnehmung einer Situation beeinflusst unser Fühlen, Denken und Handeln.
Umgekehrt beeinflussen aber auch unsere Gedanken und Gefühle also auch unsere Glaubenssätze unsere Wahrnehmung.

Bsp.: Ein überlegener Mensch löst bei uns Minderwertigkeitsgefühle aus. An einem anderen Tag mit guter Laune können
wir diesen Menschen als gleichwertig oder unterlegen wahrnehmen.


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